Da
Sensenstein wieder einmal belegt war, stellte unser neuer C-Bundestrainer
Fighting -Uli Muchow- „seine“ vereinseigenen Sportanlagen in Wuppertal zur
Verfügung.
Trainiert wurden im Dojo und in einer weiteren Sporthalle. Übernachtungsmöglichkeit
war für die Sportler wieder einmal die Matte. Hier versprach Uli, das beim nächsten
Mal in Wuppertal jeder ein Bett erhält.
Beim diesen zweiten Lehrgang in 2002 standen für das Bundeskaders DUO wieder
mehrere Schwerpunkte an. Gestartet wurde mit der Steigerung der Wurftechniken,
die ja vor allem im DUO sehr schnell und dynamisch erfolgen sollen. Dazu ist
neben einer optimalen Schrittdrehung auf immer wieder der Zug und die Kopf/Körperrotation
in Wurfrichtung ein wichtiger Punkt den es zu beachten gilt. Ein weiterer
Schwerpunkt war dann die Technikanalyse und Verbesserung, bei der die
Bundestrainer Bernd Breuer und Markus Grimminger sehr viel Wert auf die
Feinheiten und die korrekte Technikausführung legten. Ebenso wurden dabei auch
eine Vielzahl von Techniken aus den Programmen genommen, die in den Bereich der
Showtechniken gehören, da diese Art von Techniken Punktabzüge bei den
Kampfrichtern gibt.
Den Abschluss des Lehrgangs bildete dann eine Wettkampfeinheit, in der sich die
Paare gegenseitig messen konnten. Dabei wurde intensiv gefightet, was sich dann
allerdings auch in manchen Konzentrationsfehlern zeigte. Als letzte Belastung für
die Athleten, stand am Ende noch ein Leistungstest an. Hier galt es speziell
nach dem anstrengenden Wettkampf und Lehrgang nochmals den inneren Schweinehund
zu überwinden. Mit vollem Einsatz war der Kader bei der Sache, sehr zur
Zufriedenheit der beiden Bundestrainer.
Im Fightingbereich war die körperliche Belastung zu Anfang gleich Null, da eine
Theorieeinheit auf dem Plan stand. „Verbesserung der Griffkraft“ war das
Thema von Steffen Heckele. Immer wieder musste er Zwischenfragen beantworten.
Dies zeigte das große Interesse der Athleten am Thema. Zum Abschluss der Stunde
erhielten diese noch eine Ausarbeitung, nach der sie zu hause weiterarbeiten können.
BT Roland Köhler ging dabei immer wieder auf die Grundtechniken ein erst zum
Schluss erfolgten einige
Kombinationen und Distanzrandoris. Die Wurfeinheit
wurde von
BT Rolf Hecktor (genannt der Schleifer) gehalten. Unermüdlich versuchte er
Details bei den Wurfeingängen und später beim kompletten Wurf zu verbessern.
Am zweiten Lehrgangstag wurde nur gekämpft. Unter Aufsicht aller vier
Bundestrainer ging es 2 Std. mit vollem Einsatz zur Sache. Jeder Kämpfer gab
noch mal sein Bestes. Am meisten Konzentration forderten die Kämpfe mit
Aufgaben. Hier die Kämpfer versuchen, den Gegner ihren Kampfstil aufzuzwingen
oder das dringend benötigte Ippon in einem vorher bestimmten Part holen.
Schnell Punkte sammeln, sowie auch zu versuchen, Punktevorsprung über die Zeit
zu retten war angesagt. All dies unter den kritischen Augen der Bundestrainer,
die immer wieder verbesserten und immer mehr von ihren Schützlingen forderten.
Als
Abschlussbelastung ging es noch mal in den Boden.
Hier
konnten die letzten Kräfte verpulvert werden.
Wichtig war auch die Anwesenheit unseres
Physiotherapeuten
Bernd Voigt (Barry) vom neugegründeten medizinischen Team des DJJV. Er war
nicht nur anwesend, er hatte auch viel zu tun. Kleinere und größere Wehwehchen
behandeln, Tapen und dazu viele persönliche Beratungen für unsere Athleten, über
richtiges Krafttraining, wie kann ich muskuläre Disbalancen verhindern/abbauen,
richtiges erwärmen usw. Auch ihn ein herzliches Dankeschön von dieser Seite
aus.
Nähere Infos wie immer im Ju-Jutsu-Journal