Bundeskaderlehrgang des DJJV 

Vom 03. bis 05. März 2006 trafen sich die Bundeskadermitglieder 2006 des DJJV zum ersten Lehrgang des Jahres. Glücklicherweise sind alle Athleten Gesund in Bad Blankenburg eingetroffen. Das Schneechaos hat einige Sportler zum Umkehren gezwungen und andere waren bis zu 12 Stunden (50 km STAU) unterwegs, um für den DJJV auf die Matte zu gehen, sich zu verbessern und den DJJV erfolgreich im Ausland vertreten zu können. Die Abreise am Sonntag verlief unproblematisch, da die erwarteten heftigen Schneefälle ausgeblieben sind.

Genau vier Wochen nach der Sichtung, an der Schwelle zur speziellen Vorbereitungsperiode standen bei den Fightern in erster Linie Übungen und Trainingsformen für die Schnelligkeit und Ausdauer im Mittelpunkt. „Die Athletinnen und Athleten sollen jetzt eine Auswahl an Übungen und Trainingsformen vorgestellt bekommen und lernen. Diese Übungen können sie dann im Heimtraining an ihre Bedürfnisse anpassen und trainieren“, so Bundestrainer Heckele, der die Einheiten verantwortlich leitete. „Auf diese Weise hoffen wir auf eine Verbesserung der Fähigkeiten und Fertigkeiten unserer Spitzensportler“ urteilt Teamchef Roland Köhler. Einen zweiten Schwerpunkt bilden Übungskämpfe. „Die Methode Randori kann im Ju-Jutsu nicht genug Anwendung finden. Durch offene und bedingte Übungskämpfe mit den besten Partner können sich die Athleten immer wieder steigern, verbessern sich technisch-taktisch, sind hoch konzentriert und voll motiviert bei der Sache“, so Bundestrainer Heckele. Prof. Dr. Andreas Hohmann hat beim letzten Bundestrainer Großseminar in Nürnberg (siehe JJJ 11/2005) genau diesen Aspekt für die Zweikampf- und Spielsportarten nochmals deutlich herausgestellt. Der DJJV ist in diesem Bereich am Zahn der Zeit und durchaus in der Lage und auch bereit neue Erkenntnisse, nach entsprechender Reflexion, in die Trainingsprozesse zu integrieren.

Im Wurf- und Bodenbereich wurde vorwiegend technisch-taktisch gearbeitet. „Es gilt Standradsituationen zu erkennen, zu schaffen oder diese zu nutzen, insbesondere in Part 3“, so Bundestrainer Muchow, der sich intensiv um den Bodenkampf kümmerte.

Im Duo-System wurde selbstverständlich technisch gearbeitet. Angriffstraining, Schnelligkeitstraining, Techniktraining und die Wettkampfsimulation rundeten das Training ab. Die Bundestrainer Bernd Breuer und Markus Grimminger zeigten sich ebenfalls zu frieden. „Langsam aber sicher haben wir in den einzelnen Duo Klassen wieder eine engere Leistungsdichte. Davon erwarten wir uns einen weiteren Schub nach vorne. Die Entwicklungsarbeit im Duo geht langsam aber stetig voran. Wir können optimistisch in die Zukunft schauen“, so die Bundestrainer Breuer und Grimminger.

Die Landessportschule Bad Blankenburg bot uns wieder einmal optimale Trainingsbedingungen und sorgte auch für das passende Umfeld und Ambiente. Herzlichen Dank an dieser Stelle für die unkomplizierte Art und Freundlichkeit der Mitarbeiter in der Landessportschule. 

Steffen Heckele
Bundestrainer

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