1. Bundeskaderlehrgang in Bad Blankenburg 20./21.1.2007Es war wieder soweit – der erste Lehrgang des DJJV Bundeskaders fand in Bad Blankenburg statt. Die Vorbereitung auf die kommende Saison hat begonnen. Neben den regulären internationalen Wettkämpfen steht heuer die Europameisterschaft in Turin an. Freitagabend trafen die ersten Spitzenathleten des DJJV ein. Mit ihnen kamen die zur Sichtung eingeladenen Nachwuchsathleten. Samstagmorgen begann das Training wie immer mit dem Aufbau der Matten. Vormittags waren Grundtechniken angesagt. Dabei wurden die Neulinge auf Herz und Nieren getestet. Zum Schluss durfte eine Stunde Randori natürlich nicht fehlen. Nach einer viel, viel, viel zu kurzen Mittagspause stand nachmittags Wurftraining an. Zuerst wurden in 4-er Gruppen die „Standard Würfe“ geübt. Anschließend war für jeden Athleten genug Zeit mit den Gruppenmitgliedern seinen Spezialwurf zu üben. Im direkten Anschluss standen wieder einmal 1 ½ Stunden Randori an. Bundestrainer Markus Grimminger zeigte sich im Duo Bereich zufrieden mit den ersten Eindrücken seiner Athleten im neuen Jahr. Entsprechend der Jahresplanung lag der Schwerpunkt der Einheiten weniger auf intensiven Wettkampfsimulationen, als auf individueller Technikkorrektur und Grundlagenarbeit. Jedes Programm der insgesamt zehn Teams, von denen einige dieses Jahr zum ersten Mal dabei sind, wurde analysiert und mit Verbesserungsvorschlägen für das Heimtraining bedacht, sodass die Athleten zu Hause eine solide technische Grundlage für die kommende Wettkampfsaison erarbeiten können. Grundlagenarbeit galt es ebenfalls im Angriffs- und Wurfbereich zu absolvieren, um so die Basis für wirklich „schlag-“kräftige Duotechniken zu legen. Mannschaftsspiele zur Teambildung lockerten die Einheit auf, sodass nicht nur Kampfschreie sondern auch jede Menge Gelächter aus dem Duo Dojo zu hören waren . Nach dem Abendessen war keine Trainingseinheit mehr geplant. Diese musste einer Besprechung weichen. Um 18.30 versammelte sich der gesamte Bundeskader in der Aula der Sportschule. Neben verwaltungs- und versicherungsrelevanten Themen wurde ein neues Konzept der Trainer C Ausbildung vorgestellt. Es wird für die Mitglieder des Bundeskaders noch in diesem Jahr die Möglichkeit geben an den und um die Bundeskaderlehrgängen und Trainingslager herum die Trainer C Lizenz zu erwerben. So sollen Spitzenathleten für die Nachwuchsarbeit herangezogen werden. Der klare Vorteil für die Athleten ist, dass sie nur einmal Fahren müssen und die Ausbildung vom Lehrreferenten und Bundestrainer Steffen Heckele auf sie und deren Wissens sowie Könnensstand angepasst wird. Diskutiert wurde über Vermarktung und dem Bekanntheitsgrad der Nationalmannschaft und des gesamten Bundeskaders. Einig war man sich darüber, dass sehr große Defizite herrschen. Von vorne herein wurde beschlossen ein Medienteam auf die Beine zu stellen. Dieses hat vor allem die Aufgabe Neuigkeiten und Berichte aus den Maßnahmen und Wettkämpfen an de Öffentlichkeit zu tragen. Im weiteren Verlauf wurden die Vor-Nominierungen für die Europameisterschaft ausgesprochen. Somit wurde in fast jeder Gewichtsklasse bekannt gegeben wer vermutlich die Europameisterschaften kämpfen darf. Verletzungs- oder leistungsbedingte Veränderungen sind natürlich noch möglich. Auch wurde in einigen Gewichtsklassen ein Top Team benannt, das Deutschland bei der Weltmeisterschaft 2008 sowie bei den World Games 2009 repräsentieren soll. Nach einem gemütlichen Abend und einer erholsamen Nacht trafen sich die Athleten am Sonntagmorgen wieder auf der Matte. Als besonderer Gast war Vizepräsident Leistungssport Uli Muchow anwesend. Unter seiner Leitung fand eine lustige 2 ½ stündige Randori Einheit statt. Als Abschluss gab es noch ein „kleines Spiel“. Danach begaben sich Alle erschöpft und mit Muskelkater auf den Heimweg. Georg Knebl und Florens Goldbeck, |